Herren 1: Eisenbahner ärgern Ligaprimus!

Kreisklasse 5

ESV München Ost – FC Stern München 1:1 (1:0)

Am 22. Spieltag der Kreisklasse 5 München begrüßten die Eisenbahner den souveränen Tabellenführer FC Stern zum „Spitzenspiel auf dem Papier“. Denn nachdem die Gäste in der Vorwoche den Tabellenzweiten Gartenstadt Trudering im Gipfeltreffen schlugen und die Weichen fünf Spieltage vor Schluss auf Aufstieg stellten, verloren die Eisenbahner personell extrem eingeschränkt aber mit einer indiskutablen Leistung auswärts bei NK Hajduk München und mussten damit punktetechnisch endgültig zum Spitzenduo abreißen lassen.

Die angespannte Personalsituation blieb auch beim Heimspiel gegen den Tabellenführer bestehen. Neben den Langzeitverletzten Niklas Huff, Marcel Bauer und Leon Roth fielen auch Luksi Dörner (bis Saisonende) und Tobi Heine (Dauer unklar) aus. Das Trainerteam um Thomas Bauer und Florin Costea veränderte sie Startaufstellung notgedrungen auf zwei Positionen. Für Luksi Dörner und Marco Stubenrauch rückten Timo Knörchen und Theo Meyer in die Startaufstellung.

Die Eisenbahner starteten hochmotiviert und waren sichtlich auf Wiedergutmachung aus. Die Zweikämpfe, die in der Vorwoche noch größtenteils verweigert wurden, wurden intensiv angenommen und hauptsächlich auch gewonnen. Nach 20 Minuten wurde Stürmer Enrique Suarez mustergültig freigespielt, scheiterte aber freistehend an Gästetorwart Leon Dick. Nach circa 30 Minuten war dann der Schrei nach einem Elfmeter auf Seiten der Eisenbahner groß, als Theo Meyer den Laufweg von Gästeverteidiger Rufus Thum klug kreuzte und anschließend zu Boden ging. Doch der überforderte Unparteiische ließ den Pfiff genauso vermissen, wie circa acht Minuten später auf der anderen Seite, als Gästestürmer Christoph Werner von Eisenbahnerkapitän Felix Sebald im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Auch im Anschluss trug der Unparteiische nicht zu einer Beruhigung des hitzigen Spiels bei, als der Mittelfeldmotor der Ostler, Louis Bauer, nach einem unabsichtlichen, aber rüden Einsteigen gegen Rufus Thum lediglich mit einer Ermahnung bedacht wurde (39.). In der 40. Minute kombinierten sich die Eisenbahner mustergültig aus dem Dauerdruck des Tabellenführers heraus und Jonas Reichart fand mit einem Vertikalpass den einlaufenden Luan Waldleitner, der vor dem Tor uneigennützig querlegte und Enrique Suarez damit sein 12. Saisontor und die vielumjubelte Eisenbahnerführung ermöglichte. Mit der verdienten Führung ging es in die Pause.

Die Gäste kamen erwartungsgemäß druckvoll und mit Wut im Bauch aus der Kabine. Die Eisenbahner hatten anfänglich Schwierigkeiten sich spielerisch aus dem Pressing zu befreien und die Gäste erhielten mehr Spielanteile. Nach 54 Minuten bekamen die Gäste nach einem Handspiel von Lukas Sebald einen berechtigten Freistoß zu gesprochen. Dieser landete durch Spielertrainer und Ex-Profi Valonis Kadrijaj im Torwarteck der ansonsten tadellosen Eisenbahnernachwuchshoffnung im Tor, Florian Strohmer. Nach dem Ausgleich waren die Eisenbahner darauf bedacht die Stabilität der ersten Halbzeit wiederzuerlangen. Die Intensität der Partie machte sich mit laufender Spieldauer vorallem im ausgedünnten Eisenbahnerkader bemerkbar. Weiterhin nahmen die nicht nachvollziehbaren Entscheidungen des Schiedsrichters auch in der zweiten Halbzeit weiter zu und heizten das intensive Topspiel zusätzlich an. Beide Mannschaften kamen in der Schlussphase nur noch zu Halbchancen, sodass der Schiedsrichter nach kurzer Nachspielzeit die Partie beim Stand von 1:1 beendete.

Somit steht ein leistungsgerechtes Unentschieden mit leichten Vorteilen für die Eisenbahner zu buche, mit dem beiden Mannschaften vermutlich gut leben können. Während die Eisenbahner die schwache Leistung aus der Vorwoche teilweise korrigieren konnten, stehen die Gäste vier Spieltage vor Schluss weiterhin komfortabel an der Tabellenspitze und haben den Aufstieg vor Augen. In der Folgewoche gastieren die Eisenbahner beim MSV Bajuwaren, ehe zum Ende der Saison auf das Eröffnungsspiel am neuen Platz in der Thomas-Hauser-Straße (Datum noch unbekannt) hingefiebert wird.

ESV-spielte mit: Flo, Oscar, Felix S., Jonas S., Enrque, Lukas S., Luan, Louis, Timo, Jonas R., Theo, Tobi, Cedric, Brian, Marco, Eso, Denys

Torschützen: 1:0Enrique (40.), 1:1 Kadrijaj (54.)

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