Herren 1:Eisenbahner feiern Auftakterfolg!

Kreisklasse 5

ESV München Ost – FC Biberg 2:1 (2:1)

Am ersten Spieltag der neuen Spielzeit 2026/2027 der Kreisklasse 5 München begrüßten die Eisenbahner den FC Biberg. Beide Mannschaften kannten sich aus zahlreichen Duellen in den letzten drei Jahren. Während die Eisenbahner die wechselhafte letzte Spielzeit schlussendlich auf einem unbefriedigenden vierten Rang beendeten, landeten die Biberger unmittelbar dahinter auf Platz Fünf.

Das Trainerteam um Thomas Bauer und Florin Costea, die mit ihrer Mannschaft in die mittlerweile dritte Kreisklassensaison gehen, mussten nach einer urlaubsbedingt gewohnt schwierigen Sommervorbereitung am ersten Spieltag auf insgesamt 14 Kaderspieler verzichten, sodass sich auf der Bank bis auf Lukas Simmerl, Himmet Turan und Ersatztorwart Denys Kessler nur noch Spieler aus der Zweitvertretung der Eisenbahner befanden. In der Startformation feierten Leandro Offenhäuser und Alex Köhne ihre Comebacks nach langer Verletzungspause. Zudem kehrte Niklas Huff nach seiner Verletzung in der Rückrunde der letzten Saison ins Ostlertor zurück.

Die Eisenbahner starteten trotz der schwierigen Vorzeichen top eingestellt und hochmotiviert in die Partie. Die Gäste wurden durch das konsequente Pressing früh unter Druck gesetzt und in der Anfangsphase zu vielen Fehlern im Aufbauspiel gezwungen. Nach fünf Minuten fand eine Ecke von Neukapitän Louis Bauer den Kopf von Leandro Offenhäuser, der unbedrängt zur frühen Führung einnickte. Auch im Anschluss hielten die Ostler den Druck auf die Gäste, die sich zu Beginn noch in der Sommerpause zu befinden schienen, hoch. Hohe Ballgewinne und Standards waren die Folge. So brachte eine weitere Bauer-Ecke in der 15. Minute das 2:0. Nachdem Cedric Kitcho per Direktabnahme nur den Pfosten traf, staubte Leandro Offenhäuser mustergültig ab und stellte die Weichen früh auf Sieg. Doch die Biberger schienen nun im Spiel angekommen zu sein. Nachdem Etienne Witt den Kasten von Niklas Huff noch verfehlte, tauchte der Gästeneuzugang Nicolas Hilz in der 17. Minute nach einem unglücklichen Pressschlag plötzlich vor dem Eisenbahnergehäuse auf und traf mit ein wenig Glück zum Anschlusstreffer. Der 31-Tore-Mann der letzten Saison knüpft somit nahtlos an die vergangene Spielzeit an. Im Anschluss verloren die Eisenbahner etwas die Spielkontrolle und die Gäste wurden stärker und körperbetonter. Zwei gute Gelegenheiten blieben jedoch ungenutzt, sodass die Eisenbahner mit einer knappen Führung in die Pause gingen.

 Zur Pause brachte das Trainerteam den erst 19-jährigen Felix Süßmuth (Pflichtspieldebüt Herren 1) für den angeschlagenen Alex Köhne, der in der ersten Halbzeit von einem Gästeakteur unabsichtlich am Auge getroffen wurde (Die ärztliche Untersuchung am Folgetag gab Entwarnung). Die Eisenbahner überließen im zweiten Spielabschnitt den Gästen den Ballbesitz, die jedoch daraus wenig Kapital schlagen konnten. Die Eisenbahner ihrerseits lauerten auf Konter, verpassten es jedoch zu Beginn der zweiten Hälfte zwei aussichtsreiche Situationen zur Vorentscheidung zu nutzen. Mit fortlaufender Spieldauer schwanden vorallem bei den offensiven Akteuren der Ostler zunehmend die Kräfte. Das Trainerteam reagierte und brachte Kili Peine, Himmet Turan und Lukas Simmerl für die teils von Krämpfen geplagten Jonas Schlegelmilch, Essofadh Amidou und Doppeltorschütze Leandro Offenhäuser. Nachfolgend entwickelte sich eine Abwehrschlacht rund um das Eisenbahnertor, in der die Gäste ihre optische Überlegenheit jedoch kaum in Torchancen ummünzen konnten. In der Schlussphase rückte dann der wiedergenesene Ostlerkeeper Niklas Huff in den Mittelpunkt. Zuerst parierte er einen frechen Freistoß von Etienne Witt, ehe er im Verbund mit der bombenstarken Eisenbahnerdefensive ein Eckballfestival der Gäste verteidigen konnte. Nach vierminütiger Nachspielzeit pfiff der Unparteiische, Felix Zhang, der in einer umkämpften (11 gelbe Karten) aber fairen Partie in den entscheidenden Situationen den Überblick behielt, ab und der Auftaktsieg der Eisenbahner war besiegelt.

Somit fahren die Eisenbahner gegen hochgehandelte Biberger in der Entstehung glücklich, aber aufgrund der Einsatzbereitschaft verdient, die ersten drei Punkte der jungen Saison ein. In der Folgewoche gastiert die Mannschaft zum schweren Auswärtsspiel beim FC Niksar Spor an der Bezirkssportanlage am Krehlebogen und will dort den Auftaktsieg veredeln. Auch dort wird das Trainerteam noch auf einige Urlauber verzichten müssen, aber der erste Spieltag zeigte, dass auch der Unterbau der Eisenbahner über viele talentierte Fußballer verfügt und man sich egal in welcher Besetzung nicht verstecken muss.

Fazit des sportlichen Leiters Felix Sebald zum Auftaktsieg gegen den FC Biberg: „Riesenkompliment an die Mannschaft. Wir haben in der vergangenen Woche mit den Verletzungen von Noah Wolf und Luca Jesse nochmal zwei richtige Nackenschläge bekommen, aber die Jungs haben eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität entwickelt und das zeugt von Charakterstärke. Jetzt heißt es auf dem Boden zu bleiben und die nächste Woche akribisch zu arbeiten, um beim unangenehmen Auswärtsspiel gegen Niksar bestehen zu können. Besonders freut es mich, dass einige Jungs aus der zweiten Mannschaft sich verdientermaßen am Wochenende bei der Ersten beweisen durften und zeigen konnten, was sich hier seit 2019 im Verein entwickelt hat.“

Kader ESV:

Niklas Huff, Lukas Dörner, Oscar Schmidt, Felix Sebald, Jonas Schlegelmilch, Alexander Köhne, Cedric Kitcho, Louis Bauer, Leandro Offenhäuser, Marco Stubenrauch, Essofadh Amidou, Himmet Turan, Lukas Simmerl, Marcel Bauer, Kilian Peine, Felix Süßmuth, Luca Jesse, Mykhailo Samoshchenko, Denys Kessler

Torschützen:

1:0 Leandro Offenhäuser (5.); 2:0 Leandro Offenhäuser (15.); 2:1 Nicolas Hilz (17.)

Tabelle 1. Spieltag