Herren 2: Eisenbahner mit dritten Sieg in Folge!

A-Klasse 5 – 10.Spieltag

TSV Trudering II – ESV München-Ost II 2:6 (0:5)

Eisenbahner mit dritten Sieg in Folge!

Am zehnten Spieltag der A-Klasse 5 gastierte der ESV München-Ost II beim TSV Trudering München II auf der Sportanlage an der BSA Feldbergstraße. Die Ausgangslage sprach vor der Partie zunächst für die Eisenbahner, die als Tabellenzweiter auf den zehnten der Tabelle trafen. Dass die Gastgeber dennoch nicht unterschätzt werden durften, zeigte sich allerdings bereits in der Anfangsphase.

In der Startaufstellung des ESV gab es im Vergleich zur Vorwoche drei Veränderungen. Diyar Tandogan, Tobias Heine und Timo Knörchen standen diesmal nicht in der Startelf. Dafür rückten Oskar Kierzynski, Simon Busert und David Thurau in die Anfangsformation.

Die ersten zehn Minuten gestalteten sich ausgeglichen und umkämpft. Anders als in den vergangenen Wochen gelang es den Eisenbahnern zunächst nicht, das Spiel direkt zu kontrollieren. Vor allem defensiv hatte der ESV anfangs Schwierigkeiten, die Angriffe der Gastgeber zu unterbinden. Bereits nach fünf Minuten kam der TSV Trudering nach einer Flanke von der rechten Grundlinie zu einer guten Gelegenheit. Der Ball landete im Fünfmeterraum, doch Patrick Koller köpfte aus kurzer Distanz über das Tor. Die Situation machte deutlich, dass sich die Eisenbahner trotz der Tabellenkonstellation voll auf die Partie konzentrieren mussten.

Mit zunehmender Spielzeit fand der ESV besser ins Spiel und gewann mehr Kontrolle. In der 20. Minute brachte schließlich ein Standard die Führung. Maxi Lechner schlug einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum, wo Florian Köstler den Ball kurz vor dem Tor über die Linie drückte und damit das 0:1 erzielte.

Nur drei Minuten später legten die Eisenbahner nach. Tihon Zabelitch bediente Oskar Kierzynski auf der linken Seite. Kierzynski, der auf seinem Flügel immer wieder für Gefahr sorgte, ließ einen Gegenspieler aussteigen und schob den Ball aus dem Strafraum heraus in die lange Ecke. Mit dem Treffer zum 0:2 belohnte sich der ESV für die zunehmende Spielkontrolle.

Die Defensive der Gastgeber bekam in dieser Phase immer größere Probleme, und die Eisenbahner nutzten die entstehenden Räume konsequent aus. Beim 0:3 zeigte der ESV einen sehenswerten Angriff über die linke Seite. Simon Busert spielte den Ball zu Kierzynski, der mit einem starken Außenristpass die Seite wechselte und Mykhailo Samoshchenko auf der rechten Seite des Strafraums bediente. Dieser blieb vor dem Torwart ruhig und schob zum dritten Treffer ein.

Auch ein erster Wechsel aufseiten der Gastgeber brachte zunächst keine Veränderung. In der 40. Minute fiel bereits das 0:4– und erneut waren Kierzynski und Samoshchenko beteiligt. Wieder brachte Kierzynski den Ball von links auf die rechte Seite, wo Samoshchenko vor dem Tor nur noch einschieben musste. Damit schnürte er innerhalb von zehn Minuten seinen Doppelpack.

Kurz vor der Halbzeit kam es für die Truderinger Heimmannschaft noch schlimmer. Michael Strohmer spielte den Ball im Mittelfeld zu Maxi Lechner, der aus der Distanz abzog und den Ball sehenswert im Tor unterbrachte. Mit dem Treffer zum 0:5 ging es in die Halbzeitpause.

Die deutliche Führung war vor allem das Ergebnis einer starken Chancenverwertung. Nachdem der ESV zunächst einige Schwierigkeiten gehabt hatte, übernahm er zunehmend die Kontrolle und nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent. Aufgrund der überzeugenden ersten Halbzeit gab es zur Pause keine weiteren Wechsel.

Die zweite Hälfte begann allerdings mit einer ungewöhnlichen Szene. In der 50. Minute verletzte sich der Stürmer des TSV Trudering in einem Zweikampf an der Schulter und kugelte sie sich aus. Nachdem die Schulter wieder eingerenkt worden war, übernahm er den folgenden Freistoß selbst und traf sehenswert aus 25 Metern zum 1:5.

Am überzeugenden Auftritt der Eisenbahner änderte das zunächst wenig. In der 60. Minute kam Daniel Tzekov ins Spiel und bereitete nur fünf Minuten später den nächsten Treffer vor. Mit einem Steckpass schickte er Oskar Kierzynski in Richtung Tor. Dieser lief allein auf den Torwart zu und überlupfte ihn gekonnt zum 1:6. Kierzynski krönte damit seinen starken Auftritt, nachdem er bereits an vier Treffern beteiligt gewesen war.

Direkt nach dem Tor wechselte der ESV erneut: Felix Klaus kam für Florian Köstler, Ibrahim Seydeni ersetzte Kierzynski.

In der 71. Minute fiel der zweite Treffer der Gastgeber, der anschließend für reichlich Diskussionen sorgte. Bei einer Ecke wurde Torwart Benjamin Rauscher im Strafraum durch einen Gegenspieler zu Boden gebracht. Als Rauscher wieder aufstehen wollte, wurde er von besagtem Gegenspieler erneut geschubst. Der Schiedsrichter ließ die Partie jedoch weiterlaufen, sodass Trudering aus der zweiten Reihe auf das leere Tor schießen und den Ball darin unterbringen konnte. Zum Unverständnis des ESV wurde der Treffer anerkannt, obwohl das Foulspiel an ihrem Torwart so eindeutig war.

Mit dem 6:2 wurde die Partie in der Schlussphase zunehmend hektisch. Auf dem Platz wurde mehr diskutiert und reklamiert, während beide Mannschaften nur noch selten geordnete Angriffe aufbauen konnten. Der ESV hatte bis dahin über weite Strecken spielerisch überzeugt und die eigenen Chancen konsequent genutzt. Nach dem umstrittenen Gegentor rückte der Fußball jedoch immer mehr in den Hintergrund.

In der 73. Minute kam David Dinh für die Eisenbahner ins Spiel. In der Schlussphase verteidigte der ESV die Führung gemeinsam und ließ keine weiteren Treffer mehr zu. Nach 90 Minuten stand damit ein 6:2-Auswärtssieg für die Eisenbahner fest.

Unterm Strich kann der ESV München-Ost II mit dem Auftritt sehr zufrieden sein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten übernahm die Mannschaft die Kontrolle über die Partie, spielte einige sehenswerte Angriffe heraus und überzeugte vor allem mit einer starken Chancenverwertung. Dass das Spiel in der Schlussphase noch einmal so hektisch wurde, wäre aus Sicht der Eisenbahner nicht nötig gewesen. Am verdienten Sieg änderte dies jedoch nichts.

Mit dem Erfolg feiert der ESV München-Ost II den dritten Sieg in Folge und bleibt auf dem zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende steht aufgrund der Spielpause rund um Allerheiligen zunächst kein Ligaspiel an. Danach wartet auf die Eisenbahner ein anspruchsvoller November: Zunächst geht es gegen den FC Stern München II, anschließend stehen mit den Partien gegen den SV Waldperlach II und den FC Unterföhring II zwei wichtige Duelle gegen direkte Konkurrenten an.

Kader ESV:

Benjamin Rauscher, Jakob Breitsamer, Oskar Kierzynski, Maximilian Lechner, Florian Köstler, Simon Busert, Mykhailo Samoshchenko, Yannick Kristen, David Thurau, Michael Strohmer, Tihon Zabelitch, Felix Klaus, Ibrahim Sejdini, David Dinh, Daniel Tzekov, Simon Gregori, Benet Slamniku

Torschützen:

0:1 Florian Köstler (20.), 0:2 Oskar Kierzynski (23.), 0:3 Mykhailo Samoshchenko (30.), 0:4 Mykhailo Samoshchenko (40.), 0:5 Maximilian Lechner (41.), 1:5 Sean Bruns (50.), 1:6 Oskar Kierzynski (65.), 2:6 Marvin Mittermeier (71.)

Tabelle 10.Spieltag